Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Verwaltungsgemeinschaft Hinterschmiding  |  E-Mail: info@vg-hinterschmiding.de  |  Online: http://www.vg-hs.de

Geschichte Philippsreuts

Der Ort im ehemaligen Hochstift Passau wurde 1803 mit dem größten Teil des Hochstiftsgebietes zugunsten des Erzherzogs Ferdinand von Toskana säkularisiert und fiel erst 1805 mit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg an Bayern. Der Ort entstand aus einer Tränkstelle am ehemaligen „Mittleren Goldenen Steig“ oder „Winterberger Weg“, dem einst bedeutendsten Handelsweg Süddeutschlands. Der Ort wurde 1692 auf Anordnung des Passauer Fürstbischofs Johann PHILIPP von Lamberg (reg.1689–1712) als „Kleinphilippsreut“ gegründet. (Der Ort Mauth wurde früher Grossphilippsreut genannt).

 

Die Dörfer Vorder-, Mitter- und Hinterfirmiansreut wurden 1764 vom Passauer Fürstbischof Leopold Ernst Kardinal von Firmian (1763–1783)gegründet.

 

Bis 1945 gehörte auch die ehemalige Glashüttensiedlung Schwarzenthal zur Gemeinde Philippsreut.

 

Schneekirche Mitterfirmiansreut

Im Jahre 1911 wurde der Ort bekannt, als mit dem Bau einer Kirche aus Schnee in Mitterfirmiansreut auf den seelsorglichen Notstand in der schneereichen Gegend hingewiesen wurde. Im Winter 2011/2012 wurde im Gedenken an diese Protestaktion neuerlich eine Schneekirche errichtet. Wegen Schneemangels verzögerte sich die Fertigstellung. Bis Anfang Februar 2012 wurden schon rund 10.000 Besucher gezählt.[3][4][5]

 

Die Expositur Philippsreut wurde zum 1. Januar 1928 errichtet. Die ursprüngliche Expositurkirche wurde durch einen Granateneinschlag Ende April 1945 vollständig zerstört. Die heutige Kirche erbaute man in den Jahren 1946 bis 1950. Sie ist die einzige Kirche im Bistum Passau, die dem Heiligen Karl Borromäus, Bischof von Mailand, geweiht ist. Zum Pfarrsprengel gehören die Orte Philippsreut, Vorderfirmiansreut und Marchhäuser. Ortspfarrer ist seit 2006 H.H. Alois Kaiser, der die Pfarrei im Pfarrverband mit Haidmühle und Bischofsreut betreut.

 

Seit 1930 besteht die Expositur Mitterfirmiansreut. Die Expositurkirche St. Josef wurde 1923 erbaut und 1932 durch das Presbyterium erweitert. Ortspfarrer ist seit 2012 Bernhard Kraus, der die Expositur zusammen mit Mauth und Finsterau betreut. Zum Sprengel der Expositur St. Josef Mitterfirmiansreut gehören die Orte Mitter- und Hinterfirmiansreut, Alpe und Neuhäusl.

 

Beide Seelsorgestellen wurden von 1967 bis 2006 von Max Richtsfeld, Bischöflich-Geistlicher Rat, betreut. Aufgrund seiner Verdienste um die beiden Seelsorgsgemeinden wurde Richtsfeld 2004 zum Ehrenbürger der Gemeinde Philippsreut ernannt.

drucken nach oben